Einsatzzweck

  • Entsäuerung (Kohlensäure-Entfernung)
  • Belüftung von reduzierten bzw. eisen- und manganhaltigen Grundwässern
  • Strippung von Gasen und leichtflüchtigen Substanzen. Wir haben Erfahrungen mit der Entfernung von Radon, Methan, Ozon und chlorierten Kohlenwasserstoffen

Das AQUADOSIL-System wird in der Systematik der physikalischen Entsäuerungsverfahren den Kreuzstromverfahren zugeordnet; ein horizontaler Wasserstrom wird in vertikaler Richtung mit Luft beaufschlagt. Das Wasser bekommt über die Reaktionsstrecke immer wieder frische Luft.

Das flache Becken wird mit Überfallkanten in drei Bereiche geteilt: Reaktionsteil, Einlaufteil, Auslaufteil. Für den Lufteintrag verwenden wir Rohre aus einer kunststofffreien Keramik. Dieser Werkstoff entspricht den Anforderungen des Regelwerkes und ist aufgrund der keramischen Matrix in mikrobiologischer Hinsicht vollkommen unproblematisch. Durch die kleinen Blasen wird die Luftoberfläche extrem vergrößert und die Austauschfläche zwischen Luft und Wasser wird damit sehr groß. Aus einem Kubikmeter Luft machen wird mit Hilfe der Keramikelemente eine Oberfläche von über 20.000 m². Wenn die Blasen aufsteigen und sich zusammenballen verursachen Sie eine große Turbulenz im Reaktionsbecken. Dadurch entsteht eine starke Rührung (Turbulenz) und jedes Wasserteilchen kommt mit den kleinen Blasen und den Keramikelementen in Berührung. Die starke Turbulenz vermindert die Dicke der Reaktionsschicht und der Stofftransport wird beschleunigt.

Zusammengefasst kann das AQUADOSIL-System beschrieben werden als Kombination aus Diffusion: Kohlensäureentfernung durch feine Blasen, und Konvektion: intensive Rührung durch die aufsteigenden Blasen.

Vorteile des Systems

Hohe Leistung, geringer Energiebedarf
Aufgrund des feinblasigen Lufteintrags über die keramischen Belüftungsrohre werden hohe Entsäuerungsleistungen bei geringem Energiebedarf erreicht. Wir garantieren regelmäßig Kohlensäure-Entfernungen bis zu einem Restgehalt von ≤ 2,0 mg/l. Damit werden die Anforderungen der geltenden Trinkwasserverordnung an die Entsäuerung bei nahezu allen natürlichen Wässern eingehalten (pH-Wert 7,7; Calcitlösekapazität ≤ 5 mg/l bzw. pH-Wert ≥ 7,7 Einheiten).

Automatische Anpassung
Einfache Anpassung der Entsäuerungsleistung an wechselnde Anforderungen durch Variation der Luftfördermenge. Die Luftverdichter – in der Regel Seitenkanalverdichter oder Hochdruckventilatoren – werden dazu über Frequenzumrichter drehzahlgeregelt betrieben. Wir haben zahlreiche Steuerungsvarianten zur Anpassung der Entsäuerungsleistung an wechselnde Bedingungen (Wasserdurchsatz; Wasserzusammensetzung, Teilstromentsäuerung etc.) realisiert. Unsere Erfahrung stellen wir Ihnen bei der Planung zur Verfügung.

Flache Bauweise
Die Anlage kann oberhalb von Reinwasserbecken angeordnet werden. Sonst notwendige Pumpstufen können entfallen. Die flache Bauweise ermöglicht auch den Einbau der Anlage direkt in die Wasserkammer. Im Falle von Nachrüstungen kann der Entsäuerungsbehälter auch "über Eck" oder einem kreisrunden Grundriss angepasst werden, wie bspw. beim Projekt "Wasserwerk Am Staad, Düsseldorf".